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urkundliche Erwähnung

Der erste urkundliche Nachweis der Gemeinde Elsoff liegt aus dem Jahre 1236 vor: In Anwesenheit von „Sigfridus de elosaffen“ – „Sigfried von Elsoff“ wird „Heinrich Mancelard, Ritter zu Nassau, da er das Stift wegen des Testamentes seines Onkels, eines Limburger Kanonikers, befehdete und nicht davon lassen wollte, von den Richtern des Mainzer Stuhls kraft päpstlicher Vollmacht mit der Strafe der Exkommunikation belegt, aber durch Vermittlung des erlauchten Heinrich, Grafen jener Burg, und des ehrwürdigen Abtes Dietrich von Arnstein davon befreit wurde, wobei er gelobte, 18 Kölner Pf. dem Stift jährlich von seinen Gütern in Staffel zu entrichten.“
Mittelhofens erster urkundlicher Nachweis geht auf das Jahr 1477 zurück. Die Urkunde hat in der Übersetzung folgenden Wortlaut: „Die Geschworenen der Kapelle zu Elsoff, Schultheis und Geschworene daselbst, und die gesamte Gemeinde und Einwohner der Dörfer Elsoff, Oberrod, Westernohe und Mittelhofen, Edle, Reiche und Arme, bekunden, dass sie lange Zeit den Wunsch hegten, einen Priester bei sich zu haben, der dort dem allmächtigen Gott dient, da sie fern von ihrer Pfarrkirche wohnen, und dass sie mit Einwilligung des Pfarrers ihrer Mutterkirche in Seck zu Ehren Gottes, seiner lieben Mutter Maria, der 10000 Märtyrer und Heiligen Hieronismus, Wendelin und Agathe haben weihen lassen. Es soll stets ein Priester bei ihnen zu Elsoff wohnen und den Altar halten und zum Lobe Gottes, Marias und des ganzen himmlischen Heeres, zum Trost alles Sünder und zur Erlösung alles Gläubigen und Elenden von ihrer Pein.
Gemäß dem Gelübde, das Schultheiß und Schöffen namens des Kirchenspiels dem Weihbischof vor der Altarweihe gaben, setzen sie dem Priester 1 Meste Korn und 1 Meste Hafer von jeder Rauch- und Feuerstätte, fällig am 11. November aus. Auch sollten sie dem Priester das Haus nebst Hof und Gütern freien, das der Merlyns Hermann dem Altar als ewiges Testament gegeben hat. Dieser Wedemhof soll ebenso frei sein wie der des Pfarres zu Seck.
 
Auch soll dem Priester alles nach Ausweis des Registers darüber zustehen, ferner alles, was vor Jahren dazu bekannt wurde und was dem Kirchspiel und der Gemeinde für den Fall, dass sie den Altar vollführen, zusagen ist.
 
Sie gelobten, dies zu bessern. Sie haben solches mit Rat ihrer Amtsleute: des Junkers Kuno von Reifenberg des Jungen, der von seinem Vetter Junker Johann Frei von Dehrn bevollmächtigt ist, beschlossen im Beisein des Junkers Reinhard von Irmtraut, des Propstes zu Seligenstatt, des Herrn Johann Wygant zu Seck, Herr Friedrichs zu Blasiusberg, Deill Beckers und vieler anderer. Die beiden Amtleute setzen auf Bitte des Kirchenspiels vier Vormünder ein, die an Eidesstatt gelobten, dem Altar aufs beste vorzustehen. Siegel der vorgenannten beiden Amtleute auf Bitte der Geschworenen, des Schutheißen und der Schöffen zu Elsoff sowie derjenigen, die von der Gemeinde darüber gegeben sind.
 
Diese ersten urkundlichen Erwähnungen waren Anlass für die 750- bzw. 500 Jahresfeier von Elsoff und Mittelhofen im Jahre 1986. Dieses Fest wurde von der Gemeinde mit Unterstützung der gesamten Bevölkerung im Großen gefeiert.

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Urkunde: Erste Erwähnung von Elsoff ( 1236 )

Quelle: 750 Jahre Elsoff / 500 Jahre Mittelhofen

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 Urkunde: Erste Erwähnung von Mittelhofen ( 1477 )

Letzte Aktualisierung:

Dienstag, 9. Februar 2016 

 

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