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Kapelle MittelhofenMittelhofen, 1477 erstmals urkundlich erwähnt, war schon immer eng an den Pfarrort Elsoff angegliedert. Elsoff hatte seit dem 12. Jahrhundert ein eigenes Gotteshaus. 1532 wurde es selbständige Pfarrei; dazu gehörten die Filialdörfer Westernohe, Oberrod und Mittelhofen.
 
Auch in diesen Orten bestand der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus. Nachdem bereits Westernohe (1577) und Oberrod (1704) eigene Kapellen errichtet hatten, wollte Mittelhofen nicht länger zurückstehen. Im Jahre 1788 konnte das Werk begonnen und vollendet werden. In der Pfarrchronik lesen wir dazu:
 
Anno 1788 wurde die Kapelle in Mittelhofen gebaut. Die Kosten dazu hat die Gemeinde allein aufgebracht. Die Gemeinde wollte nicht hinter den Filialdörfen zurückstehen. Diese hatten ihre Kapellen und hatten darin öfters an Werktagen die heilige Messe. Mittelhofen hatte damals einen reichen Viehbestand und eine ganz gute Landwirtschaft. Die Arbeiten an der Kapelle wurden zum größten Teil von den Handwerkern aus dem Kirchenspiel gemacht. Die Bänke fertigte der Schreiner Barbonus in Mittelhofen. Die Kapelle ist in ihrem Stil ganz nett, auch der Altar ist ganz gut. So hatte die Pfarrei jetzt außer der Pfarrkirche drei Filialkapellen und der Pfarrer musste allerhand Wege machen und hatte seine Sorgen, um alle Kapellen auszustatten und zu erhalten.“
 
DenkmalPfarrer in Elsoff war zu jener Zeit Johannes Keul. Er ist aus der Chronik bekannt als Pfarrer, der einen reichen Viehbestand hatte und große Ländereien besaß. Er war 52 Jahre als Seelsorger tätig, acht Jahre als Kaplan und 44 Jahre als Pfarrer (1750-1794). So lang wie er hat keiner seiner Vorgänger und keiner seiner Nachfolger gewirkt.

Quelle: 750 Jahre Elsoff / 500 Jahre Mittelhofen

Letzte Aktualisierung:

Dienstag, 9. Februar 2016 

 

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